Exposition

Mögliche Aufnahmewege für Nanomaterialien in den menschlichen Körper (Abb.: BGI/GUV-I 5149).

 

Eine Exposition gegenüber Nanomaterialien kann grundsätzlich über die Haut (dermaler Kontakt), die Atemwege (Inhalation) oder den Mund bzw. Magen-Darm-Trakt (orale Aufnahme) stattfinden.

  • Dermale Aufnahme: Nach aktuellem Stand der Forschung ist die dermale Absorption in den meisten Fällen sehr gering, da die intakte Haut eine effektive Barriere gegen Nanomaterialien darstellt. Eine erhöhte Aufnahme über die nicht intakte Haut (z.B. nach einem Sonnenbrand) ist aber nicht auszuschließen (DEPA 2013).
  • Orale Aufnahme: Nanomaterialien können durch Verschlucken oder über die Flimmerhaare der Schleimhäute (mukoziliär) aufgenommen werden. Die meisten Studien deuten darauf hin, dass der Großteil der so aufgenommenen Nanomaterialien direkt mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Das Verhalten von Nanomaterialien im Magen-Darm-Trakt ist aber stark abhängig von deren Größe und eine Überwindung der Darmbarriere ist nicht ausgeschlossen (DaNa).
  • Inhalation: Die für die meisten Anwendungen bedeutendste Aufnahme von Nanomaterialien erfolgt durch Inhalation. Die Deposition von Nanomaterialien (insbesondere Partikel) in der Lunge ist größenabhängig. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Teilchen, desto tiefer gelangen sie in die Lunge und ggf. sogar ins Blut. Nanomaterialien werden in allen Teilen der Lunge deponiert, der größte Anteil gelangt bis in die Alveolen. Ein Teil der deponierten Teilchen wird wieder entfernt (engl. „Clearance“), z.B. durch Phagozytose oder Flimmerepitheltransport. Einige Nanomaterialien können das Lungenepithel überwinden und so in den Blutkreislauf gelangen (Meili et al. 2007).

Informationen zu Stäuben und Messtechniken finden Sie auf den Webseiten zu „Ultrafeine Aerosole und Nanopartikel am Arbeitsplatz“ des IFA.

Quellen und weitere Informationen: