Entwicklung: Innovationsgesellschaft
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08.12.2015

Richtlinie für Arbeitsmediziner zu Tätigkeiten mit CNT

Ob in der Halbleiterproduktion oder beim Flugzeugbau, Kohlenstoffnanoröhrchen (CNT) finden sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften in immer mehr Werkstoffen. Um Betroffene im Rahmen der Vorsorge beraten zu können, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt eine Handreichung für Betriebsärzte und Arbeitsmediziner mit dem Titel "Arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung bei Tätigkeiten mit Kohlenstoffnanoröhren (CNT). Fragen und Antworten" veröffentlicht.

CNT ist ein Nanomaterial von sehr geringem Gewicht, mit elektrischer Leitfähigkeit und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten. Gegenwärtig wird es etwa in der Produktion von Akkus, Solarzellen, Chips, Sensoren und Transformatoren eingesetzt. In der Medizin werden CNT außerdem als Medikamententransporter in Blutbahnen getestet. Wie CNT auf den menschlichen Organismus wirken, ist derzeit noch unzureichend erforscht. Ein zentrales Element der Prävention ist die allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung. Sie soll Beschäftigte über bekannte und angenommene Gefahren von Nanomaterialien informieren. Bisher fehlte es allerdings an geeignetem Informationsmaterial für diese Beratung zu CNT am Arbeitsplatz. Mit der vorliegenden Empfehlung möchte die BAuA diese Lücke schließen.

Die BAuA-Praxis "Arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung bei Tätigkeiten mit Kohlenstoffnanoröhren (CNT). Fragen und Antworten" gibt es im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

Quelle und vollständige Pressemitteilung: BAuA

Bild: Glovebox im Labor Leuna der BG RCI.