Entwicklung: Innovationsgesellschaft
Ausgezeichnet mit Innovationspreis IT: Best of 2014 E-Learning, initiative mittelstand
07.08.2018

OECD-Dokument zu internationalen Entwicklungen im Bereich Nano-Sicherheit

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beleuchtet in einem Dokument vom 17. Mai 2018 mit dem Titel Developments in Delegations on the Safety of Manufactured Nanomaterials — Tour de Table die neusten internationalen Entwicklungen im Bereich der Sicherheit von hergestellten Nanomaterialien.

Darin zusammengestellt sind Informationen, die von den Delegationen des 2018 OECD Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) Meetings zur Verfügung gestellt wurden, Im Dokument werden relevante Informationen über Aktivitäten im Zusammenhang mit hergestellten Nanomaterialien auf einer internationalen Ebene zusammengefasst. Die im Dokument thematisierten Entwicklungen beinhalten:

·        Kanada erarbeitet derzeit einen Handlungsrahmen um Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Nanomaterialien zu bewerten. Expertenkonsultationen für den Draft sind für 2018 vorgesehen;

·        Im Rahmen der Evaluation des Danish Nanoproduct Register, untersucht Dänemark wie seine Nachbarsländer den Umgang mit Nanomaterialien überwachen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie waren für das Frühjahr 2018 vorgesehen;

·        Das französische National Institute for Industrial Environment and Risks (INERIS) wird in 2018 Studien zu Richtwerten der Umwelttoxizität für Titandioxid, Cerdioxid und Nanosilber durchführen. Die französische Agency for Food, Environmental and Occupational Health and Safety (ANSES) hatte geplant, im März 2018 mit dem Stoffbewertungs-Prozess von Titandioxid zu beginnen;

·        In 2017 haben das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit einer Stoffbewertung von Zinkoxid begonnen, wobei insbesondere Zinkoxid in Nanoform im Mittelpunkt steht;

·        Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft organisiert – in Zusammenarbeit mit dem niederländischen nationalen Institut für öffentliche Gesundheit und Umweltschutz (RIVM) – eine Konferenz zur Etablierung einer EU-Agenda für einen zukunftsfähigen Umgang mit Nanomaterialien basierend auf den Empfehlungen des ProSafe White Papers und neuen Initiativen im Bereich der Nanosicherheit;

·        In Abschnitt 5 des Toxic Substances Control Act (TSCA), hat die U.S. Environmental Protection Agency (EPA) Hinweise betreffend der Herstellung von vier Quantum dots und eines einwandigen Kolenstoff-Nanoröhrchen überprüft. Aufgrund von möglichen Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt erliess die EPA die besondere Regelungen (Significant New Use Rules) für diese Materialien. Die EPA überprüfte zudem Ausnahmeregelungen für fünf Quantum Dots und vier Nanodiamant-Materialien. Die EPA erlaubt die Ausnahmeregelungen unter der Bedingung, welche die Human- und Umwelt-Exposition limitieren. Die Frist für die Meldung von Nanomaterialien in der Wirtschaft ist der 14. August 2018.

·        In Zusammenarbeit mit dem thailändischen Industrial Standard Institute (TISI), schlägt Thailand vor, fünf zusätzliche Leitfäden für die industrielle Normung in Zusammenhang mit Nanotechnologie bis 2021 zu initiieren.

Quelle: https://nanotech.lawbc.com/2018/05/oecd-tour-de-table-reports-on-developments-on-safety-of-manufactured-nanomaterials/