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14.09.2018

NIOSH publiziert Berichtsentwurf mit neustem Wissen zur Risikobeurteilung am Arbeitsplatz, darunter auch eine Risikobeurteilung für Nanomaterialien

Im Juli 2018 hat das National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) einen Berichtsentwurf zur Risikobeurteilung am Arbeitsplatz im Entwurfsstadium publiziert. Dieser Entwurf beschreibt den wissenschaftlichen Ansatz, den NIOSH-Forscher anwenden, wenn sie die Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Gefahren am Arbeitsplatz beurteilen. Der Fokus liegt zudem auf Risiken im Umgang mit Chemikalien.

Als Zielpublikum gedacht sind NIOSH-Risiko-Analysten, Wissenschaftler, Stakeholder und die Öffentlichkeit. Diese sollen den Prozess der Risikoanalyse bei NIOSH besser kennen und verstehen lernen. Die öffentliche Vernehmlassung soll Rückmeldungen zu verschiedenen Fragen bringen: (1) Erklärt der Entwurf angemessen und klar, die Praktiken von NIOSH in der Risikobeurteilung in prägnanter Weise? (2) Zeigt der Entwurf, dass diese Praktiken auf dem aktuellen Stand der Forschung sind.

Im Anhang C werden verschiedene Praktiken besprochen. Darin enthalten ist ein Abschnitt über die Risikobeurteilung von Nanomaterialien, der festhält: „Technisch hergestellte Nanomaterialien werden in grossen und wachsende Mengen produziert oder am Arbeitsplatz verwendet. Im Vergleich zu anderen neuartigen oder bereits existierenden Substanzen ist das Wissen zu den Nanomaterialien noch beschränkt, weshalb alternative Testverfahren (andere toxikologische Ansätze als Tierversuche), zum Beispiel Hochdurchsatz-Screenings und in vitro Expositionen, dabei helfen könnten, das fehlende Wissen zu ergänzen, was wiederum in anerkannten Gefahr- und Risikoanalysen angewandt werden kann. Eine vielversprechende Anwendung von Daten aus alternativen Testverfahren ist die sog. CIB („comparative potency analysis“). In dieser Analyse werden Nanomaterialien und andere Materialien, die den Richtwert darstellen, verglichen. Dies kann in der Entwicklung von so genannten „occupational exposure bands“ (OEB) verwendet werden. Mögliche Richtwert-Materialien um Inhalations-Gefahr zu beurteilen sind beispielsweise Asbest, ultrafeines Titandioxid, feine kristalline Kieselsäure und/ oder Carbon Black (Industrieruss).

Quelle: https://www.natlawreview.com/article/niosh-draft-cib-occupational-risk-assessment-discusses-emerging-practices-including

NIOSH-Bericht : https://www.regulations.gov/document?D=CDC-2018-0060-0002