Entwicklung: Innovationsgesellschaft
Ausgezeichnet mit Innovationspreis IT: Best of 2014 E-Learning, initiative mittelstand
15.06.2018

Neue Empfehlungen für Umgang mit Nanomaterialen am Arbeitsplatz

Um das volle Potential des wissenschaftlichen Fortschritts ausnutzen zu können, ist es unabdingbar, die potenziellen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu verstehen. Ebenso bedingt es ein Verständnis der sicheren und verantwortungsvollen Entwicklung auch auf der Ebene von künstlich hergestellten Nanomaterialien, welche manchmal kaum grösser als Atome sind. Das nationale Institut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in den USA (NIOSH) veröffentlichte kürzlich vier neue Dokumente, die Unternehmen dabei helfen sollen, die mögliche Exposition ihrer Mitarbeitenden gegenüber Nanomaterialien am Arbeitsplatz unter Kontrolle zu halten.

Künstlich hergestellte Nanomaterialien (ENMs) werden so hergestellt, dass sie mindestens eine Primärdimension von weniger als 100 Nanometer (nm) aufweisen. Diese sehr kleinen Partikel haben einzigartige Formen und physiko-chemische Eigenschaften. Diese Materialien sind attraktiv für spezifische Produktanwendungen in Bereichen wie Medizin, Elektronik, Biomaterialien und bei Verbraucherprodukten. Mitarbeitende in Industriezweigen, die diese Nanomaterialien verwenden oder herstellen, sind täglich der Gefahr ausgesetzt, Nanopartikel einzuatmen, was eine potentielle Gefahr für die Atemwege darstellt.

"Die Erforschung, Entwicklung und Nutzung dieser Nanoeigenschaften ist das Herzstück neuer Technologien, ebenso wie die Arbeitssicherheit bei NIOSH im Mittelpunkt steht", erklärte NIOSH-Direktor Dr. John Howard. "Die Informationen in diesen neuen Dokumenten zur Arbeitsplatzgestaltung bieten Arbeitgebern strategische Maßnahmen, um sicherzustellen, dass ihre Mitarbeitenden beim Umgang mit Nanomaterialien sicher sind."

Die vier neuen Dokumente bieten hilfreiche Empfehlungen zur Minimierung der Expositionen während Prozessen und Vorgängen, einschließlich:

 

  • Handhabung und Wiegen von Nanomaterialien beim Schöpfen, Gießen und Abladen (Link);
  • Einsammeln von Nanomaterialien und Reinigung von Reaktoren nach der Herstellung von Materialien (Link);
  • Verarbeitung von Nanomaterialien nach der Produktion (Link);
  • Poster: Arbeiten mit Nanomaterialien unterschiedlicher Formen, einschließlich trockener Pulver oder Flüssigkeiten (Link).

Jedes dieser Dokumente zur Arbeitsplatzgestaltung enthält wichtige Hinweise zur Gestaltung, Verwendung und Wartung von expositionsbegrenzenden Maßnahmen für die Herstellung, Nachbearbeitung und Verwendung von Nanomaterialien. Das Poster weist auf Fragestellungen hin, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer berücksichtigen sollten, bevor sie mit der Arbeit an einem Nanomaterial beginnen. Für jede Frage zeigt das Poster Möglichkeiten auf, um die Exposition gegenüber Nanomaterialien zu reduzieren. Das Poster kann in einem Labor oder in einer Arbeitsumgebung ausgestellt werden und stellt damit eine leicht zugängliche Erinnerungshilfe an die wichtigen Gesundheits- und Sicherheitsaspekte bei der Arbeit mit Nanomaterialien dar.

NIOSH ist das US-amerikanische Bundesinstitut für die Forschung an der Prävention von arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen.

Quelle: https://www.nanowerk.com/nanotechnology-news/newsid=49660.php