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18.06.2018

Laborabzug bietet ausreichenden Schutz beim Umgang mit Nanomaterialien

Der Abzug gehört zum häufigsten Equipment, das im Labor zur Verminderung einer möglichen Partikelexposition eingesetzt wird. Frühere Untersuchungen haben bereits eine Freisetzung von Partikeln bei der Arbeit mit Nanomaterialien unter dem Abzug gezeigt. In einer neuen Studie von Forschern aus Dänemark wurde nun untersucht, welcher Exposition die Mitarbeitenden in einem Labor beim Umgang mit Kupferoxid (CuO), Titandioxid (TiO2) und Zinkoxid (ZnO) unter dem Abzug ausgesetzt sind. Zudem wurde das Vermögen des Laborabzugs getestet, eine Partikelfreisetzung in die Laborluft bei einem Verschütten von Pulvern zu verhindern. Die Partikelkonzentration in der Luft wurde an verschiedenen Orten gemessen, etwa in der Atemzone der Mitarbeitenden.

Dabei zeigte sich, dass die Arbeit mit Kupferoxid zu einem Anstieg von nanoskaligen Partikeln (< 58 nm) im Abzug führte. Die Synthese, das Handling und das Verpacken von TiO2- und ZnO-Nanopartikeln führten zu keiner messbaren Partikelfreisetzung in die Laborluft. Beim simulierten Verschütten von Pulvern zeigte sich ein systematischer Anstieg der Partikelkonzentrationen im Abzug. Das Ausmaß des Anstiegs hängt von der Pulvermenge und der Fallhöhe des Pulvers ab. Obwohl Teile des Pulvers manchmal in das Labor hinausgeschleudert wurden, konnte selten eine nennenswerte Partikelfreisetzung aus dem Laborabzug festgestellt werden.

Zusammenfassend hielten die Forscher fest, dass ein Laborabzug im Allgemeinen einen ausreichenden Schutz bei der Synthese und dem Handling von Nanomaterialien bietet. Ein Laborabzug mit angemessener Höhe des Schiebefensters und Einströmungsgeschwindigkeit verhindert zu 98.3% die Freisetzung von Partikeln in die Umgebungsluft. Jedoch gilt es, die Arbeitsumgebung stets sauber zu halten und vorsichtig zu sein im Falle von verschütteten Pulvern.

Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11051-018-4136-3