Entwicklung: Innovationsgesellschaft
Ausgezeichnet mit Innovationspreis IT: Best of 2014 E-Learning, initiative mittelstand
07.08.2018

Künftig einheitliche EU-Regeln für Nanomaterialien

Für Nanomaterialien gelten in der EU zukünftig einheitliche Regeln. Der REACH Regelungsausschuss hat dazu die Europäische Chemikalienverordnung (REACH) angepasst.

Künftig werden von Herstellern, Importeuren und nachgeschalteten Anwendern detaillierte Daten zu Nanomaterialien und deren Nanoformen im Zuge der Registrierung bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gefordert. Die geänderte Verordnung tritt im Januar 2020 in Kraft. Mit dieser systematischen Datenerfassung kann eine Risikobewertung der unter REACH registrierten, nanoskaligen Substanzen erfolgen.
Technisch hergestellte Nanomaterialien können zusätzliche Eigenschaften aufweisen, die sie von gängigen synthetisch hergestellten Stoffen unterscheiden. Eine Anpassung der Anhänge der Chemikalienverordnung REACH war erforderlich, um relevante Daten zur sachgerechten Bewertung der Sicherheit von Nanomaterialien für Mensch und Umwelt schon bei der Registrierung der Stoffe zu erhalten.
Eine finale Abstimmung der nun mit allen Mitgliedstaaten erarbeiteten Änderungen der REACH-Anhänge I und III-XII fand kürzlich statt. Deutschland hatte vier wesentliche Änderungspunkte eingebracht, die von der EU-Kommission akzeptiert wurden. Diese betreffen die Wahl der Prüfmethoden, die Pflicht zur Ermittlung eines Basisdatensatzes zum Zwecke der Charakterisierung der Nanomaterialien und seiner Nanoformen, sowie weitergehende toxikologische und ökotoxikologische Datenanforderungen an die Registranten von Nanomaterialien.

Quelle: http://www.chemie.de/news/1154822/kuenftig-einheitliche-eu-regeln-fuer-nanomaterialien.html